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"Tierhaarallergiker" - was sollte man beachten?
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Grus51
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Beitrag1/4, Verfasst am: 15.03.2015, 21:22   

Betreff:   "Tierhaarallergiker" - was sollte man beachten?
Zusatz:       Welche Hilfen und Möglichkeiten gibt es
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Liebe Zuchtfreunde,

einige von euch züchten erfolgreich Hunderassen, welche gemeinhin als "Geeignet für Allergiker" angepriesen werden. Wir tun das mit unseren Bolonkas auch!

So weit, so gut - doch die Sache hat einen Haken: in unserem Hause lebt u.a. auch ein Katerchen, der natürlich in allen Räumen zu Hause ist - genau wie unsere Bollis.

Wie leicht zu erahnen ist, sind Hund & Kater zuweilen ein einziges Knäuel und das nicht nur beim gemeinsamen Schönheitsschlaf. Da wird sich auch liebend gerne gegenseitig abgeschlappt was das Zeug hält; keine Frage, so werden unsere Hunde, besonders die Welpen regelrecht mit "Katzenspucke" kontaminiert. Wenn ein potentieller Käufer mit einer bekannten oder ihm noch nicht bekannten Tierhaarallergie zu einer Spiel- und Kennenlernstunde antritt, kann es unmittelbar darauf zu allergischen Reaktionen kommen.

Jetzt heißt es unbedingt Ruhe bewahren! Ist dies die erste derartige Erfahrung, werden die Symptome rel. schnell von alleine abklingen wenn der "Infektionsherd" entfernt worden ist. In einem Fall wie dem unseren geht das nicht, da muß in jedem Falle der Mensch das Haus sofort verlassen. Je nach dem Schweregrad des Anfalles - es kann bis zum lebensbedrohlichen Asthma führen - ist ein Arzt u. U. der Notarzt zu alarmieren bzw. der Patient auf schnellstem Wege ins Krankenhaus zu fahren. Dort wird in der Notaufnahme alles weitere veranlaßt.
Das macht natürlich nur Sinn, wenn das Krankenhaus gerademal "um drei Häuser" gelegen ist da man erfahrungsgemäß in solchen Fällen schneller als der Rettungswagen ist!

Bitte laßt erwiesene Allergiker die auf "Katzenhaar" reagieren nicht einfach unangemeldet ins Haus! Wer von weit her anreist, soll ganz explizit darauf hingewiesen werden, daß er in einem fremden Haus / Wohnung mit dem bzw. den dann frisch gebadeten Hunden seine erste Zusammenkunft haben wird. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, es sei denn, man kann bei schönem Wetter ein Treffen in freier Natur arrangieren - natürlich müssen die Hunde auch zuvor gebadet sein um jegliche Speichelreste der betreffenden Katze aus dem Fell zu waschen. Es sind ja nicht - wie fälschlich oft angenommen wird - die Tierhaare einer bestimmten Art an sich sondern die Verbindung mit der "Katzenspucke", welche zu solchen Reaktionen führt.

Ein Trost:
Betroffene können sich in Behandlung begeben - es gibt auch für diese Fälle anerkannte bzw. erwiesene Spezialisten fernab der klassischen Schulmedizin - ohne diese selbst verteufeln zu wollen!

Es ist natürlich in keinem Falle von vornherein gänzlich auszuschließen, daß der Hund selbst als Allergieauslöser fungiert - deswegen niemals von einer Allergiker-Rasse schreiben sondern stets sehr genau definieren, daß diese oder jene Rasse nachweislich besonders geeignet ist. Garantieren kann das freilich niemand, schon gar nicht auf Lebenszeit.

Nun ist es an dem Züchter selbst, einer kritisch reagierenden Person einen Hund zur Probe zu überlassen. Natürlich muß derselbe vollständig bezahlt sein und - es sollte niemals ein ganz junger Welpe sein! Ein Alter von 4 - 5 Monaten ist in solchem Falle die bessere Lösung weil der neue Hundemensch dann nicht mehr viel falsch machen kann! So einen Hund kann man getrost nach einer Woche noch zurücknehmen. Eine geringe Sicherheitsleistung sollte einbehalten werden bis der Hund endgültig an einen gesundheitlich unkritischen Besitzer vermittelt werden kann und ist dann ggfs. aufzurechnen. Das aber sind immer Einzelfallentscheidungen und man muß wirklich sehr genau prüfen, ob auch die Chemie in der Troika Züchter - Hund - Käufer absolut stimmig ist. Meistens wird der Hund seine Entscheidung - Zuwendung oder Antipathie - recht deutlich erkennen lassen.
_________________
Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit, sie zu bekommen.
(Robert Lembke)

Zuletzt bearbeitet von Grus51 am 07.05.2016, 16:15, insgesamt einmal bearbeitet
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Mascha

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Beitrag2/4, Verfasst am: 21.03.2015, 23:21   

Betreff:
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Ich habe mir gerade diesen Beitrag hier durchgelesen, ich kenne viele Menschen, die allergisch auf alles Mögliche und vor Allem auf Tierhaare reagieren. Jedoch habe ich noch nie eine gravierende allergische Reaktion erlebt. Links und rechts von mir wohnen Menschen mit bekannten Allergien. Die eine Frau verträgt Tierhaare nicht - und war auch schon bei uns in der Küche. Sie ist nicht gestorben, obwohl sie die Allergie immer wieder betont. Die andere Nachbarin traut sich ab Januar nicht mehr raus - draußen gibt es Pollen. Und dann sind wir noch mit unseren Hunden da. Die gute Dame lebt, seitdem wir hier sind, trotzdem und erfreut sich bester Gesundheit. Trotz Hasel, Birken, Hunde und Katzen....

Ich habe da auch einen Schwager, der Tierhaare nicht verträgt. Und trotzdem komme ich um seine Besuche nicht herum Confused

Habt ihr eine wirklich schwere allergische Reaktion schon einmal erlebt?
_________________
Es gibt viele Dinge, die nicht vernünftig und doch ganz natürlich sind.

Georg Bernard Shaw (1856 - 1950)
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Grus51
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Beitrag3/4, Verfasst am: 22.03.2015, 00:12   

Betreff:
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Mascha schrieb wie folgt:
Habt ihr eine wirklich schwere allergische Reaktion schon einmal erlebt?


Die Frage ist: Wie definiert man schwer? Wenn es Richtung lebensbedrohlich geht, kann ich das verneinen, also
Jein, zum Glück keine schwere sondern eine der noch gut beherrschbaren Art, vergleichbar etwa mit einem Bad in einem Brennesselbeet. Das ist sicher alles andere als angenehm zumal auch das ganze Gesicht davon betroffen war.
Allerdings war das auch keine direkte Reaktion auf "Haare" und auch nicht auf den oder die Hunde unmittelbar.
Die Sache passierte erst letztes Jahr. Eine Welpenkäuferin wußte, daß sie eine Allergie hat und kam aus dem Grunde in Begleitung angereist. Sie konnte hier bei uns mehrere Stunden mit unseren Hunden schmusen und hat das auch sehr genossen. Unseren Herrn von Hoppenstedt, das ehem. Katerchen, war vorsichtshalber weggesperrt. Dennoch passierte es, daß die Frau auf der Heimfahrt eine allergische Reaktion hatte. Aber nicht von den Hunde- oder Katzenhaaren, sondern von der Katzenspucke!

Hoppenstedt hat es sich noch nie nehmen lassen, die Welpen rundherum abzulecken und das tut er mit wahrer Hingabe. Also, nicht seine, er kann ja keine mehr haben, aber die Hundewelpen von unserer Mascha.
Das wußte die Interessentin aber vorher nicht, daß wir auch noch einen Stubentiger haben.

Für den Übergabetermin haben wir uns dann entsprechend vorbereitet und den kleinen Bolli kurz zuvor noch intensiv gebadet und von allem was nach Mieze aussah ferngehalten. Die Übergabe ging dann schnell über die Bühne, es war ja im Prinzip alles schon lange vorher geklärt.


Warum haben Menschen Allergien oder besser: Warum entwickeln sie diese Question
Nch meiner unmaßgeblichen Meinung steckt dahinter ein nicht unerheblicher Anteil psychischer Auslöser, bis hin zur Selbstsuggestion - was ich aber niemandem unterstellen will oder gar würde und dann gibt es noch eine Stdie die besagt, daß einer der Auslösefaktoren für Allergien jeglicher Art das genmanipulierte Getreide ist, welches wir ja tagtäglich in erheblicher Menge unserem Körper zuführen. Und nicht nur wir als Endglied der Nahrungskette mampfen das rein, auch unsere Nahrung wird damit vollgestopft. Von daher, ist das alles kein Grund sich wundern zu müssen.
Ich persönlich zeige auch gelegentlich allergische Reaktionen, aber bittesehr doch nicht auf Tiere Smile Bei mir ist es die Rapsblüte, welche meine Augen gefühlt zuschwellen läßt - der Gegenüber sieht nur eine leichte Rötung, von "innen her" ist es aber derartig unangenehm, daß man tunlichst schnell solche Regionen verläßt. Wirklich lebensbedrohliche Zustände sind mir noch nie begegnet und kommen wohl auch nicht so häufig vor wie man meint. Beim ersten Kontakt sowieso nicht - es steigert sich langsam und allein dieser Umstand spricht doch sehr für eine mindestens begleitende Psychose.
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(Robert Lembke)
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Netti
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Beitrag4/4, Verfasst am: 22.03.2015, 17:05   

Betreff:
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Unsere Pudel gelten nun ja auch als "allergikerfreundlich". Ich bin da sehr vorsichtig damit zu werben, da es sicher auch Menschen gibt die auf diese Rasse reagieren.
Bis jetzt haben wir 2 x erfolgreich Welpen an Tierhaarallergiker vermitteln können. In beiden Fällen verliefen Versuche mit anderen Rassen, die nicht als für Allergiker geeignet definiert werden, erfolglos. Es wurde mir dabei von starken Hautreaktionen bis hin zur Atemnot berichtet. Beobachten konnte ich es allerdings selbst noch nicht.
In einem Fall kontrollierte der Interessent ständig seine Haut, bis er letztendlich zwei kleine rote Punkte finden konnte. Dieses Ergebnis führte bei ihm zu dem Schluss, dass diese Rasse für ihn nicht geeignet ist. Hier war ich mir allerdings sicher, dass die psychische Seite wohl gravierender war.
In den anderen beiden Fällen gaben wir den Leuten die Chance, sich mehrmals für längere Zeit mit den Hunden zu beschäftigen und ausgiebig zu kuscheln. Wir gaben jeweils Fellproben beider Elterntiere und der Welpen mit nach Hause, welche auf die Haut geklebt bzw. "inhaliert" wurden. Beide Käufer leben jetzt, nach einem bzw. zwei Jahren, ohne Probleme mit ihrem Tier zusammen.
_________________
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
Arthur Schopenhauer
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